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18. Februar 2025 · Dr. med. Markus Geyer
Zuletzt aktualisiert: 10. Juli 2026

Umfassendes Schmerzmanagement: Multimodale Therapiekombinationen bei chronischen Schmerzen

Chronische Schmerzen des Bewegungsapparates lassen sich selten mit einem einzelnen Verfahren lösen. Wie ein multimodales, sensomotorisches Therapiekonzept Ursachen statt nur Symptome behandelt.

Chronischer Schmerz ist selten die Folge einer einzigen Ursache – meist spielen muskuläre Dysbalancen, Fehlbelastungen und strukturelle Veränderungen zusammen. Ein multimodaler Behandlungsansatz, der diese Zusammenhänge berücksichtigt statt nur einzelne Symptome zu behandeln, erweist sich in unserer Erfahrung als deutlich nachhaltiger als isolierte Einzelmaßnahmen.

Warum ein einzelnes Verfahren oft nicht ausreicht

Wird chronischer Schmerz nur symptomatisch behandelt – etwa allein mit Schmerzmitteln –, bleibt die eigentliche Ursache häufig bestehen und die Beschwerden kehren zurück. Ein ganzheitlicher Blick auf die Zusammenhänge zwischen Muskulatur, Gelenken und neuromuskulärer Steuerung ist deshalb die Grundlage jeder nachhaltigen Schmerztherapie.

Unser Behandlungskonzept: sensomotorische Schmerztherapie

In unserer Praxis setzen wir auf die sensomotorische Schmerztherapie nach dem Konzept der neuroorthopädischen Rehabilitation von Prof. Vladimír Janda, erweitert um die posturale Therapie nach Dr. Eugen Rašev. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche muskulären Ungleichgewichte und Fehlfunktionen des neuromuskulären Systems dem Schmerz zugrunde liegen – nicht nur, wo er sich zeigt. Ziel ist die Wiederherstellung der neuromuskulären Regelkreisläufe und damit eine dauerhafte Verbesserung der Funktion.

Bausteine eines multimodalen Behandlungsplans

Je nach Befund kombinieren wir die sensomotorische Schmerztherapie mit weiteren konservativen Verfahren:

  • Manuelle Therapie: zur Lösung funktioneller Blockaden, die muskuläre Fehlfunktionen häufig begleiten.
  • Physikalische Therapie: Wärme, Kälte, Strom und Ultraschall unterstützen die Schmerzlinderung und den Regenerationsprozess.
  • ACP-Eigenbluttherapie: bei Gelenkverschleiß als zusätzlicher, biologischer Baustein neben der Funktionstherapie.
  • Eigenübungen und Alltagsanpassung: gezielte Übungen zur Stabilisierung und die Vermeidung wiederkehrender Fehlbelastungen sichern den Behandlungserfolg auch langfristig.

Medikamentöse Schmerztherapie kann in bestimmten Situationen ergänzend sinnvoll sein; sie ersetzt in unserem Behandlungskonzept jedoch nicht die Ursachensuche und -behandlung, sondern begleitet sie allenfalls vorübergehend.

Für welche Beschwerden eignet sich der Ansatz?

Die sensomotorische Schmerztherapie wird vor allem bei Schmerzen des Bewegungsapparates eingesetzt – etwa an Wirbelsäule, Schulter, Hüfte oder Knie. Auch bei Spannungskopfschmerzen und Tinnitus, die häufig auf muskuläre Ungleichgewichte zurückgehen, kann der Ansatz hilfreich sein.

Quellen

Häufige Fragen zur multimodalen Schmerztherapie

Was unterscheidet sensomotorische Schmerztherapie von klassischer Schmerzbehandlung? Im Fokus steht nicht die reine Symptomlinderung, sondern die Suche nach den zugrunde liegenden muskulären und neuromuskulären Ursachen des Schmerzes.

Wie lange dauert eine Behandlung? Das hängt vom individuellen Befund ab. Die Untersuchung und Behandlungsplanung erfolgen ohne Zeitdruck; die genaue Anzahl der Sitzungen stimmen wir persönlich mit Ihnen ab.

Ist die Therapie auch bei Kopfschmerzen oder Tinnitus sinnvoll? Ja, wenn diese auf muskuläre Dysbalancen zurückgehen. Ob das im Einzelfall zutrifft, klären wir in der Erstuntersuchung.

Sie leiden unter chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates und möchten die Ursache statt nur das Symptom behandeln lassen? Vereinbaren Sie gern einen Termin in unserer Privatpraxis in Rosenheim.

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